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Zukunfts-Lucy - Der Charakter, der dahinter steckt

Titania | Montag, 28. Juli 2014 | | 1 Kommentar
Wenige Wochen ist es her, seit wir den spektakulären Tod der aus der Zukunft gekommenen Lucy auch im Anime miterfolgten. Seither lese ich die krassesten Meinungsunterschiede. Die einen haben sich die Augen ausgeheult, weil die Inszenierung inkl. Untermalung des sehr Soundtracks ein emotionales Meisterwerk geschaffen hat und andere wiederum sagen "Ach, die kam doch nur aus der Zukunft. Die richtige Lucy lebt ja noch. Halb so schlimm". Gerade letzte Ansicht ist eigentlich der Grund, warum ich diese Kolumne überhaupt verfasse: Weil es Unfug ist.


Lucy Heartfilia erlebt am 7 July X791 die Katastrophe ihres Lebens: 10.000 Drachen kommen aus der Vergangenheit und wüten mit einer gewaltigen Zerstörungskraft über das Land. Nicht viel bleibt mehr übrig, alles liegt in Schutt und Asche. Apokalyptische Zustände herrschen. Natsu, Erza, Laxus, keiner von ihnen kann gegen die Drachen etwas ausrichten. Auch Gajeel als weiterer Dragon Slayer kommt nicht gegen die Drachen an. Ebenso wenig Wendy. Nach und nach sterben die Mitglieder von Fairy Tail. Und auch den anderen Gilden ergeht es nicht anders. Lucy verliert in dieser Schlacht ihren rechten Arm. Ihr Gildenabzeichen - ihr ganzer Stolz - ist zusammen mit der Gilde, ihrer Familie untergegangen. Lucy wird bewusstlos. Als sie wieder zu sich kommt, findet sie sich in einem Meer von Trümmern wieder, und es kam ihr der Gedanke, das Eclipse Tor zu verwenden, in den Sinn geschossen. Das einzige was sie hoffte damit zu erreichen, war eine Reise in die Vergangenheit. Und das gelang ihr auch. Lucy reist einige Tage zurück und kommt in der Nacht vom 4. Juli X791 in Crocus an. Doch was sollte sie nun tun? Überfordert mit der Situation taucht sie zunächst unter und gibt sich niemandem zu erkennen. Drei Tage lang irrt sie verwirrt und mit der Situation völlig überfordert durch Crocus. Immer wieder versucht sie Natsu und die anderen anzusprechen, doch der Schock sitzt einfach zu tief. Es sind die Freunde, die sie zuvor noch hat sterben sehen. Die Freunde, die nichtsahnend ihrem Tod entgegenleben. Unerwartet trifft sie auf Gerard und offenbart ihm ihre Gesichichte.

Später trifft sich schlussendlich auf Team Natsu vom Tor des Abyss Palace. Sie zeigt, wer sie ist und blickt in die geschockten Gesichter ihrer Freunde. Mühsam verrät sie ihnen, dass sie durch das Eclipse Tor aus der Zukunft zurück in die Vergangenheit gereist ist. Doch ehe sie die Geschichte zu Ende erzählen kann, kollabiert sie. Als sie wieder zu sich kommt, erinnert sie sich Stück für Stück an die Katastrophe, der sie entflohen ist und erzählt Natsu und den anderen, dass 10.000 Drachen das Land in Schutt und Asche legen werden, dass dieses Chaos seinen Preis fordern wird. Natsu aber macht ihr Mut und bedankt sich aufrichtig dafür, das sie zurückgekehrt ist, um die Zukunft ihrer Freunde zu schützen.


Sie machen sich auf den Weg, Gerard zu treffen. Ihr Vorhaben wird allerdings durch die Garou Ritter gestört. Mehr und mehr Zeit geht bei dem Kampf gegen die königliche Armee verloren. Panik steigt auf. Werden sie es rechtzeitig schaffen? Ihre Probleme scheinen beseitigt, sie die Armee plötzlich durch die Schatten eines unbekannten Mannes beseitigt wird. Dieser Mann behauptet, er sei Rogue aus der Zukunft und Lucy Heartfilia sei diejenige, die die Zukunft in Chaos stürze, weil sie das Eclipse Tor schließen würde. Sie selbst allerdings hat keine Ahnung, wovon er redet. Rogue aus der Zukunft feuert deshalb wutentbrannt einen Schattenpfeil auf die Lucy der Vergangenheit. Reflexartig wirft sich Zukunfts-Lucy vor ihr Vergangenes Ich und geht blutend zu Boden. Sie liegt in den Armen ihrer selbst, weiß nicht, wie sie die Zukunft jetzt noch verhindern kann und legt all ihre Hoffnungen in ihr Vergangenes Ich. Happy stößt hinzu und Zukunfts-Lucy muss mit ansehen, wie ihr Freund unter Tränen zusammenbricht. Kurz vor ihrem Tod bittet sie ihr vergangenes Ich, ihr ihr Gildenabzeichen noch ein letztes Mal zu zeigen. Das Gildenabzeichen, dass sie sich extra auf die Hand hat platzieren lassen, damit sie immer darauf sehen kann um sich vor Augen zu halten, dass ihr Traum, bei Fairy Tail aufgenommen zu werden, wahr geworden ist, dass ihr neues Leben dort begonnen hat. Dass es ihr Zuhause ist. Ohne die Gewissheit, dass sich die Zukunft noch zum Guten wenden wird, verlässt sie das Leben.



So Leute und jetzt mal ganz ehrlich: Es gibt wirklich Leute, die der Tod so kalt gelassen hat? Es geht nicht darum, ob die Szene traurig war oder nicht. Es geht auch nicht darum, ob man Lucy leiden kann, oder nicht. Leute, es geht darum, dass der Hauptcharakter der Serie, den wir von Anfang an begleitet haben, gerade gestorben ist. GESTORBEN. Und bitte nein, sie war nicht nur Lucys Zukunfts-Ich. Es war Lucy selbst. Diese Person hat all das erlebt, was wir mit Lucy beim wöchentlichen Schauen oder Lesen auch erlebt haben. Diese Person ist Lucy. Lucy Heartfilia. Lucy die Protagonistin der Serie. Sie hat genauso unter der Ignoranz ihres Vaters gelitten, ihr vergangenes Ich. Sie hat sich genauso für Leo und Aries eingesetzt wie ihr Vergangenes Ich. Sie ist genauso für sieben Jahre verschollen geblieben, wie ihr Vergangenes Ich. Sie hat auch am Daimatou Enbu teilgenommen und wurde ebenfalls vom Königreich gefangen genommen und später sind ihr Natsu, Wendy und Mirajane zur Hilfe gekommen. Zukunfts-Lucy hatte genau dasselbe Leben wie die Lucy aus der Vergangenheit. Sie ist auch nur wenige Tage älter. Es ist ein und die selbe Person. Es spielt daher absolut keine Rolle, ob vor ihrem Namen das Wörtchen "Zukunft" steht oder nicht. Sie hat genauso gefühlt und wisst ihr was? Sie hatte bei ihren Tod sogar Schmerz empfunden! Sie ist nicht einfach nur die Person, die mal eben durch die Zeit rüberkam und deswegen absolut gefühlskalt ist.

 - Es folgt ein Spoiler für die, die nur den Anime sehen -


Als das Eclipse Tor zerstört wird, kehren all jene, die nicht aus dieser Zeit sind, zurück in ihre eigene Zeit. So begeben sich die Drachen zurück in die Vergangenheit, Rogue in seine Zeit und der leblose Körper von Lucy wandert wieder in die Zukunft, aus der sie kam. Doch hier streiten sich nun die Geister, da Zeitreisen eine komplizierte Geschichte sind: Ist Lucys Geist ins Jenseits gekommen und trifft die ebenfalls verstorbenen Freunde wieder? Oder ist das die neue Zukunft, die durch die Zerstörung des Eclipse Tors nun geschaffen wurde? Sollte es sich um das Jenseits handeln, dann sitzt Levy noch immer einsam und als letzte Überlebende von Fairy Tail in den Trümmern. Außerdem macht es keinen Sinn, dass sich die Leute aus der Gilde darüber freuen, dass Lucy gestorben ist und sie eine große Reunion im Jenseits feiern und hoffen, dass Levy auch noch bald ins Gras beißt. Darüberhinaus ist ein Jenseits Setting nicht Mashimas Art. All diese Dinge lassen darauf schließen, dass es eine komplett andere, neue, Zukunft ist. Nämlich das Ende des Daimatou Enbu und der Sieg von Fairy Tail, ohne, dass das Eclipse Tor geöffnet und die Drachen im Jahr X791 eingefallen sind.

Fairy Tail Anime - Alt gegen Neu

Titania | Sonntag, 6. Juli 2014 | / / | 4 Kommentare

Der neue Anime hat nun bereits fünfzehn Folgen auf dem Buckel und für einen Ersteindruck dürfte das nun reichen. Da es aber immernoch 160 Folgen sind, die der neue Anime gegenüber dem alten im Rückstand ist, wird sich folgende kleine Analyse in der Hauptsache auf die designtechnischen Elemente fixieren, greift aber trotzdem ein paar weitere Aspekte, mit dem fünfzehn Folgen Stand, auf.

Viel Spaß beim Lesen. Gern könnt ihr eure Meinung zu dem Thema in den Kommentare kundtun. Ich bin sehr gespannt!


01. Die Artworks


Was sind die Merkmale der Artworks und worin unterscheiden oder gleichen sie sich? Stellen wir das ganze mal gegenüber!




Alter Anime


- sehr helle Farbgebung
- weiche und doch kräftige Kolorierung
- weibliche Charaktere werden mit roten Bäckchen versehen
- weibliche Charaktere bekommen durch Glanzeffekte ein anzügliches Design
- weibliche Charaktere bekommen eine ungewöhnliche Mimik aufgesetzt
- Dragon Slayer bekommen z.T. zackige Zähne
- Schattierungen werden z.T. nur an den nötigsten Stellen verwendet
- Lichteffekte werden nur auf der Haut von weiblichen Charakteren verwendet und selten auch im Haar
- Proportionen wirken zum Teil unecht
- Charaktere sehen sehr dreidimensional aus
- Charaktere bekommen eine statische Pose und wirken nicht beweglich
- Charaktere wirken animefremd






Neuer Anime


- Matte Colorierung
- Flat Design wird verwendet
- Charaktere bekommen eine natürliche Pose
- Schattierungen werden nur an den nötigsten Stellen verwendet
- Design wirkt sehr flach
- Lichteffekte nur im Haar
- Mimik wirkt sehr natürlich
- Charaktere wirken sehr erwachsen und reif
- keine Ganzkörper Bilder, sprich abgeschnitten



Meine Meinung


Ich habe die alten Artworks von 2009 regelrecht gehasst. Wirklich. Ich fand sie richtig schlimm. Wieso? Nun, sie sollen Personen repräsentieren, die wir im Anime mit einem Charakter, einer Geschichte, einem Hintergrund, kennenlernen. Kaum eines der alten Artworks hat es geschafft. Nein, eigentlich hat es überhaupt keines davon hinbekommen. Die Mädels, und grade Lucy, wirken wie auf Droge. Ernsthaft. Schaut euch Lucys Mimik an. Wirkt das etwa wie dieses verträumte Mädchen, das Fairy Tail beiretetn will und eine große Stellargeist-Magierin werden möchte? Eine Siebzehnjährige, die in jeder bitteren Situation weiterkämpft und alles für ihre Geister tun würde? Nein, im Gegenteil, es wirkt wie aus einem Hentai Anime. Dieses Artwork ist nicht Lucy. Es ist ein magersüchtiges Mädchen, dessen Zeichner sich beim Anime vertan hat...
Leider hat man genau diesen Zeichner auch für die Designs der DVDs und diverse CDs eingestellt. Und das ist der Grund, warum viele Cover einfach unecht wirken, weil sie eben nicht die Charaktere aus Fairy Tail zeigen. Generell wird dieses Design in keiner Weise für den Anime verwendet (GOTT SEI DANK), und das macht es auch nochmal extra ungreifbarer.




Die neuen Artworks hingegen sind ein Traum. Eigentlich bin ich ein sehr farbenfroher Mensch. Ich liebe intensive Farbgebungen total. Allerdings haben mich die alten Artworks so sehr abgeschreckt, dass ich das in Verbindung mit Fairy Tail einfach nicht mehr sehen konnte. Hinzu kommt, dass ich ein großer Fan von Mamoru Hosoda bin, dessen Filme ebenfalls das Falt Design zieren und dabei einfach gut aussehen. Deswegen fiel es mir auch überhaupt nicht schwer, mich an die neuen Artworks (und den Anime selbst) zu gewöhnen. Abgesehen davon wirken die Posen der Artworks sehr natürlich, was bei den alten nicht der Fall war. Und sehr wichtig auch: Selbiges Design wird im Anime selbst verwendet. Die Charaktere werden also perfekt repräsentiert.

Mein Fazit


Ohne Frage die neuen Artworks! Fand ich beim Movie schon äußerst genial!




02. Das Anime Design




Alter Anime


Das alte Animedesign unterscheidet sich von den Artworks total. Die Charaktere sehen natürlich aus und werden nur in fanservicespezifischen Momenten auf anzüglich getrimmt. Also dann, wenn es auch angemessen ist. Das Design ist außerdem sehr detailreich und meist auch sehr sauber. Die Farben sind sehr intensiv gewählt und passen stimmungstechnisch wirklich jederzeit.




Neuer Anime


Das neue Design wurde genauso von den Artworks übernommen. Allerdings wirkt es oft sehr unsauber. Neu ist auch, dass die Augen hinter den Haaren zu sehen sind. Die Haare an sich wirken teilweise einfach mal schnell hingezeichnet. Grundsätzlich fehlt dieser dreidimensionale Effekt, den das alte Anime Design hatte. Beim Schauen hat man durchgängig den Eindruck, dass man sich in einer zweidimensionalen Ebene bewegt, was man beim alten Anime nicht der Fall war. Dennoch hat auch dieses Design durchaus seinen Charme.

Interessant ist übrigens, dass man den Mund von Mato verändert hat und Ichiyas Bart grau eingefärbt hat. Außerdem wurden die Rückblenden, die auch schon im alten Anime vorkamen, neu animiert und die Sterbeszene von Simon wurde ein bisschen romantischer gestaltet, indem man Simon kurz vor seinem Tod Erzas Wange hat berühren lassen. Das kam so weder im alten Anime noch im Manga vor.


Mein Fazit


Im Prinzip gefallen mir beide Designs. Das neue Design wirkt grundsätzlich etwas dunkler, während das alte durch seine farbenfrohe und helle Kolorierung besticht. Allerdings entscheide ich mich trotz der großen Mankos tatsächlich für das neue Design, da es einfach einen ernsthafteren und erwachseneren Eindruck macht und ich mir den aktuellen Arc auch überhaupt nicht in einem kunterbunten Chaos vorstellen kann. Allerdings hätte ich mir auch Tenrojima nicht in einem matten Design vorstellen können. Der Arc auf der Insel hat mit seinen Farbvariationen einfach nur beeindruckt!



03. Openings & Endings




Zu den Openings möchte ich an dieser Stelle noch nicht viel sagen, da erst zwei Openings zum neuen Anime erschienen sind. Allerdings kann man bereits zwei Dinge ganz sicher kundtun:

- Jedes Opening spoilert die nächste rund fünfzehn Folgen
- Opening 16 ist das bisher qualitativste Opening in Sachen Animation (OVAs ausgenommen)

Zu den Endings kann man bisher sagen, dass die zwei neuen zu den wenigen gehören, die keine Chibisequenzen verwenden. Schauen wir mal, was die Zukunft uns noch bringt.


04. Animation


Fairy Tail hat sich in Sachen Animation noch nie wirklich mit Ruhm bekleckert. Dennoch gab es diverse Highlights, wie z.B. im alten Anime Erza vs. Azuma und Happys Emotionsausbruch im Schloss der Exceeds. Im neuen Anime gehört auf jedenfall der Kampf zwischen Erza, Minerva und Kagura zu den Momenten mit gutem Animationsfluss. Ein Fazit bzgl. der besseren Animation kann ich hier erst in 160 Folgen schließen ;) Was aber auf jedenfall nochmal wiederholt werden muss: Opening 16 hat tolle Animationsflüsse und bisher auch die besten (OVAs ausgenommen).



05. Fanservice


Da Fairy Tail oft auch gern in die Ecchi Schublade gesteckt wird, und mir ein deutlicher Unterschied von alt zu neu aufgefallen ist, gehe ich auch dieses Thema kurz an.



Alter Anime


Beim alten Anime wurde nie ein Geheimnis draus gemacht, dass man trotz unterirdischer Animationsqualität versucht, das Publikum zu erweitern, indem man teilweise wirklich Fanservice en masse hat mit reinspielen lassen. So wurden die Stellen, die wirklich genau dazu dienten auch genau so präsentiert. Lucys Brüste sind von Folge zu Folge gewachsen, und hat man sie im Bikini, im Handtuch, oder gar nackt gesehen, dann haben ihre zwei Freundinnen nochmal einen exta Schub geschmacht. Grundsätzlich wirken viele Szenen einfach sehr aufgezwungen, unpassend und vor allem sehr unnatürlich, weil man mit diesen, teilweise abartigen, Glanzeffekten den Charakter überlichten muss. Besonders die Szene der beiden Strauss Schwestern auf Tenrojima ist mir da böse in Erinnerung geblieben...



Neuer Anime


Was ist beim neuen Anime anders? Nun, nach fünfzehn Folgen haben wir bisher nicht mehr als ein paar "eigenartige" Kamerafahrten zu Gesicht bekommen. Lucy, die ihren Bikini trug, kommt nicht mal ansatzweise so rüber, als würde sie neue Leute für den Anime anwerben wollen. Im Gegenteil. Sie sieht richtig süß aus, hat eine normale Oberweite und wirkt in keiner Weise gezwungen da reingeklatscht. Sie sieht völlig normal aus. Keine störenden Glanzeffekte, sehr dezent gehalten. Manchmal ist weniger einfach mehr!
Generell scheint man (nach aktuellem Stand) beim neuen Anime weniger Fokus auf Brüste und Nacktheit zu legen und den Gedanken, wie man das am besten zur Schau stellt, sondern versucht den Fanservice lieber durch bestimmte Blickwinkel und Perspektiven zu geben und verzichtet komplett auf diese anzüglichen Glanzeffekte. Selbst die Stelle, an der Lucy mit ihren Brüsten im Durchgang der Höhlenwand stecken bleibt, dient weniger als Fanservice sondern eher als Slapstick.



06. Pacing & Spannung


Dieser Punkt ist wohl einer, von dem ich mir in Zukunft deutlich mehr erhoffe.

Der alte Anime hat es geschafft, eine permanente Spannung aufzubauen. Zwar waren diverse Handlungen am Anfang der Arcs manchmal etwas gestreckt, aber ab der Mitte, bis hin zum Ende, hat das Pacing einfach gut mit der Spannung harmoniert.

Der neue Anime hat das in fünfzehn Folgen bisher bei nur einer einzigen Folge geschafft, nämlich 189 - GLORIA. Diese war durch die Bank spannend und hatte ein wirklich tolles Timing. Alle Folgen, die davor liefen, haben in diesem Punkt mehr als versagt. Arcadios, der in die Lava stapft, um Yukino und Lucy am Leben zu erhalten, wird in der nächsten Sekunde völlig undramatisch von Horologium gerettet. Future-Lucy und ihre Erzählung wirkte durch Natsu Slapstick z.T. überhaupt nicht mehr dramatisch, obwohl es ein hochemotionaler Moment war und Erza vs. Kagura war so schnell abgehandelt, dass man das nichtmal einen richtigen Kampf nennen konnte. Hinzu kommen die Garou Knights, die mehr Screentime als die Teilnehmer der Grand Magic Games bekommen haben und Hisui, die gemeinsam mit dem Minister in jeder Folge vor dem Lacrima Vision sitzt und genau den selben Satz sagt. Das Fandom hat sich allgemein sehr darüber beschwert - zurecht. Dann kam Folge 189 und das Fandom schrie wie ein Haufen geisteskranker auf "DAS IST UNSER FAIRY TAIL!". Man kann hier also vermuten, dass man die Grand Magic Games schnell hinter sich bringen wollte, um den neuen Arc zu beginnen. Schließlich wurden die Games im alten Anime auch mittendrin abgebrochen und eigentlich ist es auch wirklich dämlich, eine neue Serie inmitten einer bestehenden Handlung anzusetzen. Ich habe also Hoffnung für die weiteren Folgen und bilde mir hier erst später eine Meinung.


07. OST


Zu guter letzt noch ein paar Worte zum Soundtrack, der in Fairy Tail ja bestimmten Momenten das I-Tüüfelchen verleiht und sie magisch macht.
Hier muss man ganz klar sagen: Die OSTS nehmen sich nichts. Die sind durch die Bank weg sehr emotional und actiongeladen. Ich habe einzig den Eindruck, dass sich der Komponist, Yasuharu Takanashi, von OST zu OST steigert und sich weiterentwickelt. Ich liebe diesen Mann und seine Werke!



Mein persönliches Gesamtfazit


Der alte Anime hat uns einige Jahre lang begleitet. Er hat mir immer gut gefallen, wenngleich ich den z.T. übertriebenen Fanservice als sehr störend empfand.

Der neue Anime hat durch anfängliche Schwierigkeiten bei vielen Fans - und auch bei mir - sehr viel Kritik einstecken müssen. Am schlimmsten fand ich tatsächlich das grottige Pacing. Allerdings muss ich sagen, dass ich, wenn ich mich entscheiden müsste, den neuen Style wählen würde. Mir gefällt dieses erwachsene Design so viel besser und Fairy Tail wirkt als Serie auf einmal ganz anders. Ich habe es bereits im Movie geliebt und ich habe auch Freudensprünge gemacht, als ich sah, dass man das Moviedesign übernimmt. Aber ich denke, da muss man einfach offen für Neues sein und sich nicht scheuen ;-)

Für die Zukunft wünsche ich mir Entwicklung bzgl Spannung und Pacing, vielleicht den ein oder anderen Animaionsschub und, dass so Flüchtigkeitsfehler wie Kragen falsch positioniert und generell unsaubere Zeichnungen vermieden werden, und dass es mit dem Fanserviceanteil so bleibt, wie jetzt.

Kolumnen

Titania | Dienstag, 26. November 2013 | / / / | Jetzt mitreden!



Der Masterpost zu all meinen Kolumnen - Viel Spaß!



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