Fairy Tail mal objektiv

Titania | Sonntag, 28. Juli 2013 | / / / / / / |
Schauen wir uns Fairy Tail mal ganz objektiv und ohne Geschmackseinflüsse an. 
Was ist gut, was ist schlecht?

1. Story
Eine wirkliche Story kann man eigentlich nicht raussehen. Man weiß, dass Natsu auf der Suche nach seinem Ziehvater ist, wengleich er eigentlich nie wirklich suchen gegangen ist. Die Arcs sind meistens in irgendeiner Weise miteinander verknüpft, was sich in der Regel auf Zeref und die Drachen beschränkt. Filler gibt es kaum welche, was das Geschehen recht zügig voran bringt.

2. Charaktere
Folgende Charaktere sind mit einer Geschichte ausgestattet:

Natsu
Lucy
Gray
Erza
Wendy
Gajeel
Laxus
Makarov
Kinana
die Strauss-Geschwister
Loki
Kana
Juvia
Porlyusica
Mavis
Lily, Happy, Charles
und Mystogan.

Ergo: Dreidimensionale Charaktere.

Die anderen Charaktere (Makao, Bisca, All, Jet, Droy, Naab, usw.) die öfter mal im Vordergrund stehen, haben leider nie die Möglichkeit bekommen, von sich zu erzählen. Sie haben für den Zuschauer also keine Hintergrundgeschichte, und werden in der Regel mit einem Klischee abgestempelt (z.B. die alten Säcke, wenn sie die Mädels im Bikini sehen) was sie bloß zweidimensional macht.

Dann gibt es noch die Vergessenen Charaktere wie z.B.

Miki Chickentiger
Wang ChanJi
Chico=C=Hammitt
Niggy
Krov
Joey Fullborn
Tono Rabbits
Mikuni Shin

solche, die nur einmal auftauchen, oder ab und zu in 50 Folgenabstand mal einen Satz sagen, die aber kein Mensch kennt, und trotzdem zur Gilde gehören. Ist an dieser Stelle sehr schade, da diese nicht einmal ihre Gilde bei den Großen Magier Spielen unterstützt haben, sondern nur die Hauptcharas und Nebencharas und auch immer nur diese lassen den berühmten Satz "Wir sind Fairy Tail!" los.

3. Design
Vom Design sind die Charaktere schon ziemlich individuell, wobei bei Lucy und Erzas Standard Outfits beide einen blauen Rock zu einem Weißen Oberteil und schwarzen Stiefel tragen, was hingegen nicht sehr individuell ist. Auch ihr Haar ähnelt sich in gewisser Weise.

4. Charakterentwicklung
Was die Charakterentwicklung angeht, sind bei folgenden Charakteren die Wandlungen ziemlich offensichtlich (Die Alterung wegen des Timeskips zählt nicht)

Natsu (zumindest mal kurz nach der Niederlage gegen Gildarts und im Kampf gegen Zancrow und Hades)
Wendy
Lucy
Erza
Laxus
Gajeel
Evergreen
Bickslow
Freed
Elfmann
Mirajane
Loki
Juvia
Charles
Happy
Lily

Alle anderen Charaktere bleiben in Episode 175 einfach wie sie schon in Episode 1 waren.

5. Die Kämpfe

Sind teilweise überraschen und teilweise sehr offensichtlich. Im Grunde endet es häufig so, dass die Charaktere (i.d.R. Natsu) ein Power Up bekommen, wodurch er im letzten Moment doch noch den Feind besiegen kann.
Trotz mancher Offensichtlichkeit sind die Kämpfe dennoch sehr spannend gestaltet und es ist nicht einfach nur ein "Hau drauf!" Spiel wie bei Dragonball, was sich dann über 10 Folgen hinzieht.

6. Emotionen
An Humor und traurigen Stellen mangelt es bei Fairy Tail definitiv nicht. Die Reaktionen sind an sich schon ziemlich nachvollziehbar und realistisch gestaltet.

7. Zeichenstil
Die Standard Anime Artworks sehen i.d.R. so aus, dass die Mädels in irgendeiner Weise reizend wirken sollen, betont durch diese "roten Stellen" im Gesicht und an anderen Körperteilen. Natsu und Wendy haben spitze Zähne und Lucys Blick ist fast immer der Selbe.
Allgemein wirken die Artworks abgerundet.
Darüber hinaus findet sich einiges an Fanservice in Mashimas Zeichenstil.

8. Animation
Die Animation hingegen ist grottig. Sehr viele Standbilder überwiegen die Kämpfe. Blut ist durch Zensur bis auf ein oder zwei Mal nie zu sehen, was teilweise auch die Ernsthaftigkeit des Momentes nimmt. Richtig gut animiert waren Erza vs. Azuma und die Folge, in der Happy seinen Ausbruch im Edolas Schloss bekommt.

9. Soundtrack
Der Soundtrack wurde sicher mit Bedacht gewählt. Magier erinnern an das Mittelalter, als man dachte, Magier und Drachen gäbe es wirklich. Der Soundtrack erinnert durch den Einsatz bestimmter Instrumente an das Mittelalter. Ergo: Passt.

10. Tipps:
- Weniger die gleichen Charaktere in den Vordergrund stellen und den Nebencharakteren mal ein bisschen Leben einhauchen (Vergangenheit und Hintergrundgeschichten).
- Weniger Fanservice, lieber mehr Handlung
- Mehr Animation


Auf die oben genannten Punkte werde ich demnächst noch genauer eingehen. Diese Aufstellung dient erstmal zur Übersicht. Genaueres folgt bald!



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